Sonntag, November 19, 2017

Als wir uns im Jahr 2005/06 auf den Weg gemacht haben, jahrgangsübergreifende Klassen in den Jahrgangsstufen 1/2 einzurichten, war das bewusst ein Jahr vor der gesetzlichen Vorgabe. Hintergrund dieser Maßnahme war die Möglichkeit, zu diesem Zeitpunkt ein Team zusammenstellen zu können, das bereit war, sich dieser besonderen Herausforderung zu stellen.
Die Forderung an das Berliner Schulsystem, Schülerinnen und Schüler zu selbständigen, lebenslang Lernenden unabhängig von ihrer Herkunft zu machen, die über die in der heutigen Arbeitswelt erforderlichen sozialen und personalen Kompetenzen verfügen, erschien uns so am besten erreichbar.

Trotz erheblicher Zweifel- auch in eigenen Kreisen- ist durch intensive Weiterentwicklung im Team ein Konzept entstanden, das Kindern von Anfang an selbständiges, eigenverantwortliches Arbeiten ermöglicht. Es ist eine Lernkultur entstanden, die sich am Individuum mit all seinen Stärken und Interessen orientiert, weg von dem Satz „Das ist der Stand der Klasse“ hin zu „Das alles kann dieses Kind schon“ und verschieden sein als Chance begreift. Scheinbar nebenbei entwickeln sich dabei die sozialen Kompetenzen sich gegenseitig zu helfen, miteinander zu arbeiten und auseinander zu setzen. Auf ihren Lernwegen bekommen die Kinder Vertrauen in die eigene Leistung und lernen ihr Können selbst einzuschätzen. Die liebevolle Einrichtung der Räume unterstützt dieses Konzept.

Diese JÜL-Klassen heißen bei uns Zeppis und wir können mit Recht sagen, dass bei uns tatsächlich jahrgangsübergreifend gelernt wird!           

Mit viel Engagement ist dieses Ziel bei uns –trotz widriger Umstände, die immer als Gegenargument angeführt werden: kleine und zu wenig Räume, schlechte personelle Ausstattung- umgesetzt worden.
 

Die Zeppelin-Grundschule sieht darin einen wichtigen Teil der Umsetzung ihres Schulprogramms.

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